Spaziergang-Fakten

Distanz: 2,1 km
Zeit: 2 - 3 Stunden (ohne Museen)
Start: Platzl
Ende: Spirit of Mozart (Marina Abramovic)
Deinen Spaziergang durch die Altstadt rechts der Salzach, startest Du am Platzl. Von diesem zentralen Platz, unweit der Staatsbrücke, zweigt die Linzergasse ab, welcher Du nun folgst. Der Straßenzug lädt mit seinen hübschen Geschäften und trendigen Locationen zum Bummeln und Verweilen ein. Nach etwa 200 Metern Fußweg wird Dir linker Hand die Sebastianskirche ins Auge fallen. Nicht zuletzt durch ihre schmucke Zwiebelhaube hebt sie sich ab von der Häuserfront der Linzergassse. Im Vorraum der Kirche erinnert eine Marmortafel an den Mediziner Paracelsus, welcher sein letztes Lebensjahr in Salzburg verbrachte. Sein Grab befindet sich auf dem Sebastianfriedhof, welchen Du über eine Treppe betrittst. Die quadratische Anlage, mit ihren Arkadenbögen, ist wohl einmalig in Österreich und entstand nach Vorlage des Campo Santo in Pisa. Auf dem Friedhof wirst Du die Gräber der Familie Mozart und das prächtige Mausoleum des Erzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau finden.

Nachdem Du den Friedhof durch den Seitenausgang verlassen hast, durchquerst Du den Bruderhof und gelangst nach etwa 100 Metern zu einem weiteren bedeutenden Gotteshaus, der Loretokirche. In dem Barockkirchlein wird das “Loreto Kindl” verehrt. Die kleine Elfenbeinfigur wird zu jeder Messe in die Kirche getragen. Nach Verlassen des Gotteshauses wendest Du Dich nach links und folgst der Paris-Lodron-Straße. Nach etwa 100 Metern erreichst Du die Rainerstraße.

Vor Dir liegt nun der Mirabellgarten, Salzburgs schmucke Barock-Oase. Wohin das Auge schaut, erblickst Du gepflegte Blumenrabatten und gestutzte Bäumchen in einer geometrischen Geschlossenheit, wie sie nur das Barock hervorbrachte. Rechter Hand erstreckt sich der Botanische Garten, welcher auf eine lange Tradition zurückblickt und Ginkobäume und Weymouthskiefern beherbergt. Ebenfalls rechtsseitig erhebt sich Schloss Mirabell. Einst zog sich hier Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau mit seiner Geliebten Salome Alt zurück. Im prächtigen Marmorsaal, wo die beiden damals dinierten, geben sich heute Verliebte das Jawort. Die größte Attraktion des Schlosses jedoch ist die Engelsstiege. In dem marmornen Treppenhaus veranstalten drollige Putten ein lustiges Treiben.

Vor dem Schlosseingang fällt der Blick auf den Pegasusbrunnen. Stellst Du Dich verkehrt herum davor und zielst mit etwas Kleingeld in Richtung des geflügelten Pferdes, soll Dir Glück beschieden sein. Sicher kennst Du Salzburg von unzähligen Postkarten. Die wohl schönsten Motive wurden von der „Sound of Music-Treppe“ aufgenommen. Altstadt, Salzburger Dom und Festung zeigen sich hier von ihrer malerischsten Seite, was wohl auch den Filmemachern nicht verborgen blieb, welche vor dieser beeindruckenden Kulisse die Familie Trapp ins rechte Licht rückten. Zurück in den Parkanlagen, besuchst Du nun den Zwerglgarten. Die Anfang des 18. Jahrhunderts entstandene marmorne Zwergenwelt nimmt die Charaktere und Berufe der Menschen auf die Schippe. Links vom ehemaligen Lustgarten erstreckt sich der moderne Anbau der Mozarteum Universität. Auf von Statuen gesäumten Wegen gelangst Du zum Ausgang des Mirabellgartens.

Ohne ein Übermaß an Dekoration auskommend, bleibt das Salzburger Landestheater dennoch ein Blickfang. Der Neubau aus dem Jahre 1893 liegt nun rechter Hand vor Dir. Wendest Du Dich nach links erreichst Du den Makartplatz, an dessen Nordseite sich die Dreifaltigkeitskirche erhebt. Das Gotteshaus gilt als Musterbeispiel barocker Architektur. Vorbei an der eigenwilligen Bronze-Skulptur Caldera des britischen Bildhauers Tony Cragg, gelangst Du zum Tanzmeisterhaus, dem ehemaligen Wohnhaus Mozarts. Eine Multivisions-Schau macht Dich mit dem Leben des Ausnahme-Komponisten vertraut. Über die Theatergasse führt Dein Weg zur Schwarzstraße, wo das Hotel Sacher Salzburg zu einem Stopp einlädt. Im Café Sacher werden die berühmten Sacher-Torten serviert. Spielt das Wetter mit, bildet die Terrasse am Salzachufer einen würdigen Rahmen für erlesene Gaumenfreuden. Eine ungewöhnliche Möglichkeit zu rasten ergibt sich, wenn Du der Salzach noch ein Stück Richtung Staatsbrücke folgst. Spirit of Mozart heißt die eigenwillige Hommage der Künstlerin Marina Abramovic`s an Salzburgs berühmtesten Sohn. Der größte Stuhl wird Dir unerreicht bleiben, denn er ist dem Meister selbst vorbehalten. Auf allen anderen kannst Du Dich von Deiner eben zu Ende gegangenen Wanderung erholen.


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